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SCHERKANTENSICHERUNG

 

Zur Scherkantensicherung gibt es eine Vielzahl von technischen Lösungen, z.B.

  • Absperrungen,

  • Verkleidungen,

  • Lichtschranken,

  • Schaltmatten,

  • Schaltleisten,

  • Schaltbleche mit Endschaltern,

  • Bumper.

Die einfachste Möglichkeit eines Schutzes vor Scherkanten besteht darin, durch Absperrungen die Mitarbeiter an dem Zugang zur Bühne zu hindern. Für den Theaterbetrieb kann diese Lösung nur in den Teilbereichen akzeptiert werden, in denen ein Bühnenzugang nicht oder nur selten erforderlich ist.

 

Eine technisch relativ einfache und wirkungsvolle Methode ist die Vermeidung von Scherstellen durch vollständige Verkleidungen. Dieses Verfahren kann häufig bei Einzelstockpodien sinnvoll angewandt werden, bei Doppelstockpodien jedoch, wo auch der untere Bühnenboden betreten werden muß, ist diese Lösung in der Regel nur bei den Stirnseiten möglich.

 

Lichtschranken sind für den Theaterbetrieb weniger geeignet, da zum einen sehr große Reichweiten überbrückt werden müssen und zum anderen Störungen durch Staub und Nebel nicht auszuschließen sind.

 

Schaltmatten enthalten Kontakte, die beim Betreten ausgelöst werden. Sie werden in die Nothaltketten der Steuerungen eingebunden, so daß die betroffenen Antriebe sofort stillgesetzt werden. Da die Matten eine hinreichende Breite benötigen, wird der Bewegungsbereich auf der Bühne deutlich eingeschränkt. Hinzu kommt, daß die Matten in den Boden eingelassen werden müssen, um Stolperkanten zu vermeiden. Im Bereich der Matten können anders als beim Holzfußboden keine Dekorationen mehr befestigt werden. Schaltmatten sind daher im allgemeinen für den Bühnenbetrieb ungeeignet.

 

Schaltleisten bestehen aus einem Gummimantelprofil, je nach Hersteller auch mit PU-Schaum gefüllt, und einem Kontaktband bzw. einer Kontaktkette oder Mikroschaltern, die den Druck auf das Profil erkennen und den Nothalt der Antriebe auslösen. Mit diesem System sind nur geringe Nachlaufwege möglich, wie sie zum Beispiel bei langsam schließenden Toren eingehalten werden können. Für Bühnenpodien mit hohen Geschwindigkeiten und relativ langen Bremswegen kommen Schaltleisten nicht in Frage.

 

In Führungen gelagerte Blechblenden, die beim Auftreffen auf ein Hindernis den Druck auf Endschalter übertragen, haben sich in der Praxis nicht bewährt. Sie stellen zwar eine kostengünstige, aber wegen möglicher Verkantungen wenig zuverlässige Lösung dar.

 

Bumper arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Schaltleisten, sie sind jedoch

in wesentlich größeren Abmessungen erhältlich. Sie bestehen aus PUR-Weichschaum, in dessen Inneren Kontaktketten, Kontaktbänder oder Mikroschalter angeordnet sind, die durch äußeren Druck ausgelöst werden. Der Schaumstoffkörper ist auf ein Tragblech geklebt mit einem PUR-Coating überzogen.

 

Bumper für den bühnentechnischen Einsatz müssen äußerst zuverlässig arbeiten. Sie müssen zum einen im Gefahrenfalle sicher auslösen, auch dann, wenn sie jahrelang nicht benötigt worden sind, zum anderen dürfen sie den Theaterbetrieb nicht durch Fehlauslösungen behindern. Sie müssen eine sehr hohe Formstabilität aufweisen und nach einem Zusammendrücken selbsttätig wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren, so daß der Betrieb nach einer Quittierung schnell weitergehen kann.

 

Bei der Dimensionierung von Bumpern müssen die Kenngrößen Ansprechweg, Nachlaufweg und Sicherheitsreserve berücksichtigt werden:

 

      Bauhöhe des Bumpers = Ansprechweg + Nachlaufweg + Sicherheitsreserve.

         

Der Ansprechweg ist eine bumperspezifische Größe, die angibt, um welchen Betrag der Bumper eingedrückt werden muß, damit der Schaltvorgang ausgelöst wird. Der Nachlaufweg ergibt sich aus dem Bremsverhalten der Podien. Des weiteren muß eine Sicherheitsreserve eingeplant werden, welche die Spannhöhe eines Fußes sowie mögliche Systemverschlechterungen durch Alterung berücksichtigt.

 

Die oft ungünstigen Einbauverhältnisse erfordern eine sorgfältige Planung bei der Auslegung der Bumper. Ein besonderes Problem können die Schrägstelleinrichtungen von Bühnenpodien darstellen, da größere Bumper durch die Schrägstellung vom Nachbarpodium ungewollt ausgelöst werden können. In diesem Fall sind Nachführeinrichtungen erforderlich, die dafür sorgen, daß die Bumper stets senkrecht stehen.

 

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